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EUTB: Die Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung

Ein wichtiges neues Element in der Beratungslandschaft sind die EUTB-Stellen. Ihr Ziel ist es, Menschen mit Behinderung dabei zu unterstützen, ihr Recht auf Teilhabe selbstbestimmt zu verwirklichen.
Das Logo der EUTB

Angebot für alle

Das Angebot der Beratungsstellen richtet sich an Menschen mit Behinderung, an von Behinderung bedrohte Menschen, an deren Angehörige und das soziale Umfeld und an rechtliche Betreuer.

Beratung auf Augenhöhe

Das Prinzip der EUTB: Beratung auf Augenhöhe. Durch die Peer-Beratung  ist gewährleistet, dass die Situation des Ratsuchenden nachvollzogen werden kann und dass aus eigener Kenntnis der Situation beraten wird.

Unabhängig, ergänzend, kostenlos

Die EUTB-Stellen sind unabhängig, das heißt sie gehören nicht zu einem Anbieter von Leistungen. So kann jeder Ratsuchende sicher sein, dass die für ihn beste Lösung und das für ihn passende Angebot gesucht wird. Kein Leistungserbringer wird bevorzugt. Der Ratsuchende hat die freie Auswahl und wird nicht in eine bestimmte Richtung beeinflusst.

Ergänzend heißt, dass die EUTB auch weitervermitteln. Ein so breit aufgestelltes Angebot kann nicht zu jedem Thema selbst alle Informationen parat haben. Aber: Die Beraterinnen und Berater bei der EUTB wissen, wer für welches Problem zuständig ist und an wen man sich am besten wendet.

Die Beratung der EUTB kann jeder kostenfrei in Anspruch nehmen.

Zwei EUTB-Stellen in der Ortenau

Die Ortenau hat das Glück, gleich zwei EUTB-Stellen zu beherbergen. Da die Ortenau der größte Flächenkreis in Baden-Württemberg ist, wäre es schwierig gewesen, für alle Einwohner eine gut erreichbare Teilhabe-Beratung anzubieten. Und so gibt es in Haslach die EUTB im Caritashaus und in Offenburg die EUTB der AGBO , der Arbeitsgemeinschaft Behindertenhilfe Ortenau. Die EUTB der AGBO bietet zudem Beratungstermine nicht nur in Offenburg, sondern auch in Kehl, Lahr, Oberkirch und Ohlsbach an.

Jeder Rat Suchende kann frei wählen, an welche EUTB er sich wendet.

Erste Erfolgsgeschichten

Die EUTB-Stellen gibt es erst seit 2018. Bundesweit wird ein Netz aus solchen Beratungsstellen aufgebaut.

Obwohl auch die beiden EUTB in der Ortenau also noch sehr jung sind, gibt es schon erste Erfolgsgeschichten, von denen sie berichten können und die veranschaulichen, für wen und in welchen Situationen die EUTB helfen können.

So erzählt das Team aus Offenburg von folgenden Beratungen:

Eine Ratsuchende bedankt sich nach erfolgreich abgeschlossener Beratung bei der EUTB Ortenau für unsere Bemühungen. Sie fühlte sich danach motiviert und gewann Energie für die Umsetzung der gemeinsam erarbeiteten Ziele.
In der Folge besucht sie regelmäßig eine Reha-Sportgruppe. Gleich bei der ersten Sporteinheit knüpfte sie erste Kontakte und traf zudem bekannte Gesichter. Sie war freudig überrascht, bei diesem Sportangebot Menschen aus ihrem Bekanntenkreis zu treffen. Des Weiteren ist sie aktiv im Blindenverein, trifft sich dort regelmäßig für Freizeitaktivitäten und den gemeinsamen Erfahrungsaustausch.
Ihr Feedback nach einigen Wochen: „Das ist was Positives für mich! Nochmals vielen Dank für Ihre Bemühungen.“

Ein anderer Ratsuchender zeigt sich dankbar über die Aufklärung zum Anspruch auf Rundfunkgebührenbefreiung sowie den Telekomsozialtarif. Somit kann er zukünftig durch die EUTB-Beratung Geld sparen. Zudem wurde sein Schwerbehindertenausweis um ein weiteres Merkzeichen ergänzt. Außerdem wurde er darüber informiert, wie er Ersatz für ein defektes Hilfsmittel erhalten kann. Der Ratsuchende wurde über mehrere Wochen begleitet und meldete sich in dieser Zeit regelmäßig, um über den aktuellen Stand zu berichten und die weiteren Vorgehensweisen abzustimmen.

Auch in der EUTB im Kinzigtal gibt es gute Ergebnisse zu vermelden:

Eine junge Mutter suchte die Teilhabeberatung Kinzigtal auf, da sie aufgrund ihrer körperlichen Behinderung Unterstützung bei der Pflege ihres Babys und bei einigen Tätigkeiten im Haushalt benötigt.

Verschiedene Möglichkeiten wurden gemeinsam in der Teilhabeberatung durchgesprochen. Die junge Mutter entschied sich für den familienunterstützenden Dienst der Eingliederungshilfe.

Die Mutter eines jungen Mannes mit Asperger-Syndrom kam in die Teilhabeberatung Kinzigtal, um sich Alternativen für die Freizeitgestaltung ihres Sohnes aufzeigen zu lassen. Ihr Sohn verbrachte sehr viel Zeit in seinem Zimmer vor dem Computer. Er braucht jemanden, der ihn etwas antreibt, zu dem er Vertrauen aufbauen kann und der mit ihm unterwegs ist.

Nach dem Gespräch in der Teilhabeberatung Kinzigtal hielt die Mutter Rücksprache mit ihrem Sohn. Der junge Mann entschied sich für eine Assistenzperson über das persönliche Budget. Er kann sich nun für eine Person entscheiden, zu der er Vertrauen fassen und mit der gemeinsam er seine Freizeit gestalten kann. Über diese Entscheidung ist er sehr glücklich.   


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