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Bewegungsfreiheit

Eine Erfolgsgeschichte aus der Ortenau

Die Baustelle vom Aufzug bei der Firma Hinneburg

Die Firma Hinneburg GmbH

Die Hinneburg GmbH in Willstätt ist eine 1986 gegründete Firma die im Strahlenschutz arbeitet und innovative Lösungen anbietet. So leistet die Firma einen aktiven Beitrag, Mensch, Natur und Umwelt vor schädlicher Ionisierender Strahlung zu schützen.

In der Hinneburg GmbH sind ungefähr 100 Menschen beschäftigt. Acht davon haben einen Grad der Behinderung von mehr als 50 Prozent. Die Quote liegt also weit über der Beschäftigungspflicht. Geschäftsführer Uwe Hinneburg meint allerdings mit einem Augenzwinkern: „Der Bevölkerungsanteil von Menschen mit einem Behinderungsgrad größer als 50 Prozent liegt in Deutschland bei 9,4 Prozent (Stand 2017). Wir müssen also noch was tun.“

Barrieren

Als großes Thema stellte sich die Bewegungsfreiheit im Betrieb heraus. Das Betriebsgebäude stammt aus einer Zeit, als barrierefreies Bauen noch nicht verpflichtend war. So trafen Menschen, die mit einem Rollstuhl unterwegs sind, schon im Eingangsbereich auf die erste Barriere.

Lösung in Eigenregie

Diese Barriere wurde kurzerhand „in Eigenregie“ abgebaut. Florian Schneider konstruierte während seiner von der Agentur für Arbeit bezuschussten Einarbeitungszeit eine Rampe für den Eingangsbereich. Die Auszubildenden der Firma Hinneburg haben die Rampe als Ausbildungsübung umgesetzt.

Fördermittel wurden für diesen Barrierenabbau nicht beantragt, denn die Firma konnte das Projekt ja hervorragend mit eigenen Mitteln lösen.

Noch mehr Barrieren

Schwieriger war das Problem im Haus zu lösen. Die Konstruktionsabteilung der Firma Hinneburg liegt im ersten Stock, für Florian Schneider im Rollstuhl unerreichbar. Die Lösung mit der Treppenraupe konnte nur eine vorübergehende sein, denn es ist unbefriedigend und in der Eigenständigkeit sehr beschränkend, wenn man für die „Bewegungsfreiheit“ immer auf die Hilfe der Kollegen angewiesen ist.

Die große Lösung mit Unterstützung der Agentur für Arbeit

Eine wirklich barrierefreie Lösung sollte her. Und diese ist momentan in der Realisierungsphase. Ab Januar 2019 soll der im Bau befindliche Aufzug wirkliche Bewegungsfreiheit in der gesamten Firma Hinneburg schaffen – für alle Mitarbeitenden.

„Für die Umsetzung dieses Vorhabens haben wir Geld bei der Agentur für Arbeit beantragt“, erzählt Uwe Hinneburg. „Natürlich hatte ich Bedenken, dass da ein riesiger Haufen an Bürokratie auf mich zukommt. Ich sah mich schon hinter Bergen von Antragsformularen verschwinden. Aber weit gefehlt. Einige wenige Blätter Papier reichten aus.“

Der Aufzug wird zu 100 Prozent von der Agentur für Arbeit gefördert.

Chancen statt Barrieren sehen

Uwe Hinneburg ist überzeugt, dass er den richtigen Weg geht. „Ich sehe bei Bewerbern nicht die Behinderung im Vordergrund, sondern die Fähigkeiten und das Wissen. Dieser Blickwinkel erweist sich als genau der richtige. Wir profitieren sehr von dieser Einstellung.“


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