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32. Sitzung des Runden Tisches Behindertenfreundliches Offenburg

Schon zum 32. Mal traf sich dieses Gremium, um wichtige anstehende Themen in der Kommune aus inklusiver Sicht zu beratschlagen und um eigene Anregungen über dieses Gremium und die beteiligten Stadträte im Rathaus einzubringen.
Mehrere Teilnehmer am Runden TIsch Behindertenfreundliches Offenburg und die Gebärdensprachdolmetscherinnen

btr

Am Dienstag, 14. Mai 2019, um 18 Uhr waren erfreulicherweise so viele Beteiligte in das Familiezentrum Innenstadt an den Runden Tisch gekommen, dass eine zweite Reihe eröffnet werden musste.
Die Themen drehten sich dieses Mal zu einem großen Teil um das Erlebbarmachen von Kultur.

Zunächst berichtete Herr Kollefrath, Fachbereichsleiter Hochbau, über die Möglichkeiten, das KiK barrierefrei umzugestalten. Hier sind im Eingangsbereich mehrere Treppen und schwergängige Türen zu überwinden. Außerdem fehlt eine mit dem Rollstuhl erreichbare Toilette.
Die nötigen Umbauten wären machbar, allerdings nicht den DIN-Normen entsprechend.
Andreas Burgert, der dieses Thema mit angeregt hatte, legte seinen Standpunkt wie folgt dar: „Mir ist eine nicht normgerechte Barrierefreiheit deutlich lieber als gar keine Barrierefreiheit!“
Die anwesenden Stadträte schlugen vor, einen fraktionsübergreifenden Antrag für dieses Vorhaben zu stellen, um diese Maßnahme voranzutreiben.
Das wurde natürlich von allen Anwesenden begrüßt.

Weitere Fragen an Herrn Kollefrath, der je nach Thema auch von Dr. Becker vom Fachbereich Verkehr unterstützt wurde, waren die nach einer Funkklingel am Technischen Rathaus und nach den Fortschritten bei der Suche nach dem besten Weg für ein funktionierendes Blindenleitsystem am Lindenplatz und in der Langen Straße. Dazu wurden verschiedene vorbildliche Platzgestaltungen von Herrn Rendler ins Gespräch gebracht.

Der nächste Punkt auf der Tagesordnung konnte übersprungen werden, denn der geplante Ortstermin im Museum am Ritterhaus fand noch nicht statt.
Auch die Situation am Bahnhof wurde nur kurz angesprochen, da hier die Deutsche Bahn in der Hauptsache zuständig ist und man eigenständig nicht agieren kann. Angesprochen wurde die anstehende grundlegende Überplanung des gesamten Bereiches. Allerdings kann man bis dahin das Thema Barrierefreiheit nicht außer Acht lassen. Vor allem die häufigen Defekte an den Aufzügen sind ein Ärgernis.

Für den nächsten Tagesordnungspunkt war die Museumspädagogin Nadine Rau an den Runden Tisch gekommen.
Da der Salmen als bedeutende Kultur- und Gedenkstätte nun, auch mit Förderung des Bundes, ein Besucherzentrum erhalten wird, wurde angeregt, dieses Besucherzentrum von Anfang an barrierefrei für alle zu planen.
Frau Rau erläuterte den Stand der Planungen. Sie betonte, dass auch vonseiten der Stadt Barrierefreiheit mitgedacht wird. Es sind zeitnah Vororttermine mit allen zukünftigen Nutzergruppen geplant.
Im Anschluss fand eine erste Gedankensammlung zum Thema Umsetzung möglichst umfassender Barrierefreiheit statt.

Nach diesen Themen blieb noch zu schauen, was sich hinter dem Punkt „Sonstiges“ verbirgt.
Der Stand der Dinge bei den Fahrradringen an einigen Ampeln der Stadt wurde von Herrn Rendler kurz angesprochen. Hierzu fand ein Ortstermin statt, bei dem ein Kompromissvorschlag entwickelt wurde. Dieser ist im Moment in der Prüfung durch den BSVSB.
Herr Dr. Becker steuerte die erfreuliche Nachricht bei, dass im Bereich der Frühförderung die Verkehrssituation dahingehend entschärft werden konnte, dass dort nun Tempo 30 gilt
Dann stellte Frau Junker von der Selbsthilfegruppe für von Schlaganfall Betroffene die schwierige Parksituation vor. Da diese Betroffenen keine Parkberechtigung für die Behindertenparkplätze haben, fehlen stadtnahe Parkplätze. Viele Betroffenen sind zumindest zeitweise mobilitätseingeschränkt. Es wurde
lebhaft über Lösungsansätze diskutiert.

Am Schluss wurde der Wunsch laut, dass die Arbeit des Runden Tisches für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollte. Es wurde bedauert, dass weder die Presse über das Gremium berichtet noch Sitzungsberichte im Offenblatt zu lesen sind.
Zumindest auf www.inklusive-ortenau.de wird in Zukunft ein Bericht aus den Sitzungen des Runden Tisches Behindertenfreundliches Offenburg zu finden sein.


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